Gehtempo & Wandertempo

Gehtempo und Wandertempo
Gehtempo und Wandertempo

Das richtige Wandertempo ist fast immer langsamer, als es sich am Anfang anfühlt. Wer zügig losgeht, zahlt in der zweiten Tourhälfte dafür – nicht nur mit Müdigkeit, sondern mit Unaufmerksamkeit. Und die ist auf unebenem Gelände das eigentliche Risiko.

Der Grund liegt im Energieverbrauch: Er steigt nicht gleichmäßig mit der Geschwindigkeit, sondern überproportional. Schneller gehen kostet also mehr Kraft, als die gewonnene Zeit wert ist – und die Zeit gewinnst du meist ohnehin nicht, weil du häufiger Pausen brauchst.

Eine brauchbare Selbstkontrolle: Wenn du dich nicht mehr in ganzen Sätzen unterhalten kannst, bist du zu schnell. Auf Dauer trägt dich das Tempo, bei dem du noch sprechen kannst.

Rhythmus schlägt Geschwindigkeit. Gleichmäßige Schritte über Stunden bringen dich weiter als Wechsel zwischen Eile und Verschnaufen. Im Anstieg verkürzt du die Schritte, statt mehr Kraft aufzuwenden.

Pausen gehören zum Tempo. Kurze, regelmäßige Unterbrechungen halten die Leistung länger oben als wenige lange. Sie sind der Moment zum Trinken und Essen – nicht erst dann, wenn du merkst, dass du beides gebraucht hättest.

Wie lange eine Strecke tatsächlich dauert, lässt sich vorher abschätzen: Gehzeit für Wanderungen berechnen. Plane in jedem Fall Puffer ein – fast jede Tour dauert länger als die Karte behauptet.

Mehr zum Zusammenspiel von Tempo, Pausen und Selbsteinschätzung: Wandern für Einsteiger: Von der ersten Runde zur ersten Tour.

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