Wandertechniken – Wie man wandert

Wandertechniken
Wandertechniken

Wandern braucht keine Technik – bis das Gelände anspruchsvoller wird. Dann entscheidet nicht die Kondition, sondern wie du gehst.

Rhythmus. Gleichmäßige Schritte und gleichmäßige Atmung tragen dich weiter als Sprints mit Verschnaufpausen. Im Anstieg heißt das: kürzere Schritte statt mehr Kraft. Der Rhythmus ist wichtiger als die Geschwindigkeit.

Bergauf. Ganze Fußsohle aufsetzen statt auf den Zehenspitzen, Oberkörper leicht nach vorn, aber aus der Hüfte, nicht aus dem Rücken. Wer in Serpentinen die Innenkurve schneidet, spart wenige Meter und tritt die Vegetation kaputt.

Bergab. Der unterschätzte Teil: Hier passieren die meisten Stürze, und hier arbeitet die Oberschenkelmuskulatur am härtesten. Kleine Schritte, Knie leicht gebeugt, nicht durchstrecken. Stöcke nehmen spürbar Last von den Gelenken.

Pausen. Kurz und regelmäßig statt selten und lang. Trinken, essen, Karte anschauen – wer sich erst hinsetzt, wenn er nicht mehr kann, hat den Punkt verpasst.

Höhe und Kälte. Mit zunehmender Höhe wird die Luft dünner; das Tempo muss dann von selbst heruntergehen. Bei Kälte gilt umgekehrt: eine Schicht ausziehen, bevor der Anstieg beginnt, statt hinterher durchgeschwitzt weiterzugehen.

Gewässer. Bäche und Flüsse zu durchqueren ist riskanter, als es aussieht – die Kraft strömenden Wassers wird regelmäßig unterschätzt. Im Zweifel den Umweg zur nächsten Brücke gehen.

Wie Tempo, Pausen und Selbsteinschätzung zusammenhängen: Wandern für Einsteiger: Von der ersten Runde zur ersten Tour. Und zum Thema Stöcke und Schuhwerk: Wanderausrüstung: Was mit muss, was zu Hause bleibt.

Wandererin
Über Claudia 7 Artikel
Hi ich bin Claudia. Autorin und Bloggerin. Ich liebe Fotografie und Wandern, Outdoor-Abenteuer und Reisen. Ich schreibe hier auf wildnisruf.de als Autorin, aber die meiste Zeit verbringe ich draußen. Beim Wandern, Trekking und Fotografieren.

2 Kommentare

  1. Super erklärt – mir war gar nicht bewusst, wie sehr clevere Wandertechniken (Tempo, Trittsicherheit, Pausen) den Unterschied machen; das probiere ich auf der nächsten Tour aus!

  2. Toller Überblick – erstaunlich, wie gezielte Wandertechniken wie Schrittwahl, Atmung und Pausenplanung aus einer Tour gleich viel entspannter und effizienter machen!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*